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Über dieses Archiv

Dieses Archiv sammelt, was über die Familie von Reyher und die mit ihr verbundenen Familien bekannt ist. Es führt vorhandene Quellen zusammen und hält fest, worauf die einzelnen Angaben beruhen.

Hinter den Namen und Jahreszahlen stehen Menschen, Orte und Lebenswege, die sich über Generationen verbinden. Wo die Quellenlage es zulässt, ordnet das Archiv diese Beziehungen in ihren historischen Zusammenhang ein.

Vollständigkeit ist dabei nicht das Ziel. Wichtiger ist, dass sich belegte Tatsachen von bloßer Überlieferung und von offenen Fragen unterscheiden lassen.

Genealogie als historische Forschung

Genealogie erforscht Verwandtschafts- und Abstammungsverhältnisse. Für dieses Archiv heißt das: Personen und Familien über Generationen hinweg zueinander in Beziehung setzen und diese Beziehungen an Quellen prüfen.

Eine solche Darstellung ist nie endgültig. Neue Quellen bestätigen bisherige Annahmen, ergänzen sie oder korrigieren sie. Je weiter eine Generation zurückliegt, desto lückenhafter und widersprüchlicher sind die verfügbaren Angaben. Solche Unsicherheiten bleiben im Archiv stehen, statt hinter scheinbar eindeutigen Angaben zu verschwinden.

Belegte Verbindungen werden als belegt dokumentiert, begründete Vermutungen bleiben als Vermutung erkennbar. So lässt sich nachlesen, was das Archiv über eine Person sagt und woher die Angabe stammt.

Quellen und Grundlagen

Eine wichtige Grundlage ist das Werk „Die von Reyher und diesen namen-, wappen- und stammverwandte Familien von den frühesten Zeiten bis in das 18. Jahrhundert hinein“ von Hans von Reyher und Piet von Reyher. Es erschien 1912 im Der Reichsboten und umfasst 141 Seiten. Behandelt werden die Familie von Reyher sowie Familien, die die genealogische Forschung jener Zeit als namens-, wappen- oder stammverwandt ansah. Das Buch ist heute digital über Google Books zugänglich.

Das Werk auf Google Books ansehen

Als alleinige Grundlage taugt es trotzdem nicht. Historische genealogische Werke geben den Kenntnisstand und die Methoden ihrer Zeit wieder. Angaben aus älteren Veröffentlichungen werden deshalb, soweit möglich, mit anderen Quellen verglichen und in ihren historischen Kontext eingeordnet.

Dazu zählen Kirchenbücher, Personenstandsregister, historische Dokumente, Archive, Ortschroniken, digitale Datenbanken und weitere öffentlich zugängliche Quellen.

Umgang mit Lücken

Manchmal ist eine Person eindeutig belegt, ihre Eltern sind es nicht. Quellen schreiben denselben Namen unterschiedlich, oder die Lebensdaten weichen voneinander ab. Das gehört zur genealogischen Forschung dazu.

Solche Lücken werden nicht durch Annahmen gefüllt. Eine unbekannte Mutter bleibt unbekannt, solange keine ausreichende Quelle ihre Identität belegt. Eine mögliche Verbindung wird als Hypothese festgehalten und nicht als gesicherte Tatsache dargestellt.

Ein wachsendes Archiv

Familiengeschichtliche Angaben liegen verstreut: in Büchern, privaten Unterlagen, Archiven, Kirchenbüchern, alten Fotografien oder in persönlichen Erinnerungen. Vieles davon ist schwer zugänglich und kann mit der Zeit verloren gehen.

Mit jeder erschlossenen Quelle verschiebt sich das Bild. Manche Personen lassen sich genauer einordnen, manche Familienzweige weiter zurückverfolgen, andere Fragen bleiben vorerst offen. Deshalb hält das Archiv neben den Verwandtschaftsbeziehungen auch biografische Angaben, historische Zusammenhänge und die Quellen zu den einzelnen Personen fest.

Historische Forschung bleibt vorläufig. Das Archiv ist darauf angelegt, ergänzt und korrigiert zu werden.